Bilder / Berichte

Nasser Sand

Vom 12. – 14. Juli 2019 fand wieder unser alljährliches Zeltlager am Monte Kaolino statt. Für mich war es mittlerweile auch schon der fünfte „Monte“, aber diesmal war vieles anders. OK, der Platz war derselbe und auch mit ca. 75 angemeldeten Campern waren wir in der gewohnten „Mannschaftsstärke“ vertreten. Die Veränderungen fanden aber schon vorher statt. Unser langjähriges Organisationsteam Roland und Theo übergab den Staffelstab an die neuen Organisatoren Flo und Richard. An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön an Roland und Theo für die vielen Jahre perfekter Organisation. Die Messlatte lag also hoch, dennoch lief alles wie am Schnürchen, dank des intensiven Coachings im Vorfeld und der vielen helfenden Hände vor Ort.

Am Monte angekommen wanderte dann der Blick oft zwischen Himmel und der Wetter-App hin und her. Die letzten Jahre waren geprägt von Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen, aber für diesmal waren Gewitter und Regen für das ganze Wochenende vorhergesagt. Beim Aufbau der Zelte und beim Abendessen blieb jedoch alles trocken und so mancher wunderte sich, wo denn der angekündigte Regen blieb. Der kam in der Nacht – ausdauernd und heftig – und stellte so manches Zelt wie auch die Geduld der Bewohner auf eine harte Probe. Am nächsten Morgen war es dann wieder vorbei und auch der See im Versorgungszelt versickerte langsam.

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Der Samstag verlief in gewohnt entspannter Stimmung, lediglich der Zeitplan musste aufgrund des immer wieder einsetzenden Regens flexibel angepasst werden, was aber kein großes Problem war. In den Sonnenpausen (ja, die gab es auch) konnte man sogar baden. Und wenn man schon nass war störten auch ein paar Regentropfen nicht. Nur die Bananenschalen flogen recht tief, aber das ist eine andere Geschichte.

Ach ja, das Wetter hatte natürlich auch seine guten Seiten: Im Gegensatz zu den letzten Jahren gab es kaltes Bier ! Mit eben diesem und anderen wärmenden Getränken ging es in die zweite Nacht, die trocken war, aber für den einen oder anderen wohl etwas zu kurz.

Und so bleibt die Erinnerung an ein gelungenes Wochenende, die ich mit dieser kleinen Geschichte nochmal auffrischen möchte. Nur eines, liebe Organisatoren, solltet ihr nochmal überdenken: Der Sand war dann doch zu nass in diesem Jahr.

Stephan Erler


Von Mumien, fliegenden Bananen und einer Entenjagd

Wenngleich das Wetter in diesem Jahr am Monte Zeltlager eher saumäßig durchwachsen war, so bedeutete dies nicht dass es keine Safari geben würde – bei schönem Wetter kann ja jeder!

Unser guter Vorsatz wurde belohnt und Raijin (japanischer Wettergott) hatte dem Unwetter eine Pause verordnet. Pünktlich zum Beginn des Wettkampfs öffneten sich die Wolken und die Sonne blinzelte hindurch. Sogleich begannen auch die Spiele für alle drei Gruppen mit derselben Aufgabe: Hampelmänner zum Aufwärmen. Danach stoben die Gruppen in verschiedene Richtungen davon, ihren Aufgaben entgegen. Da gab es die Mumie, welche aus Obis (Judogürtel) zu binden war und sich danach aus denselben auf Zeit befreien musste, wobei jeder fallende Gürtel Punktabzug bedeutete. Dann die weiße Frau auf dem Monte, welche mit Zahlen- und Gedichtsrätseln die Bergsteiger auch mental zum Schwitzen brachte, das weite Sandfeld, wo mit einfachsten Mitteln auf Zeit Sandburgen zu bauen waren, und zwischendurch immer wieder Körperertüchtigungen. Dank der immer mehr strahlenden Sonne wurde die Angelegenheit nun doch auch langsam Schweißtreibend. Zum Glück gab es da auch eine nasse Aufgabe: Enten jagen. In einem Becken des Freibads mussten Gummi-Enten durch Wellenbewegungen von einem Beckenende zum anderen gescheucht werden. Obgleich man dadurch schon schön nass wird, so ließen sich einige nicht davon abhalten gleich ganz einzutauchen um mit vollem Körpereinsatz zu arbeiten.

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Vollen Körpereinsatz erforderte auch eine andere Aufgabe, doch zuvor musste das notwendige Sportgeräte einsatzbereit gemacht bzw. gegessen werden. Wir sprechen von Bananen. Die kleine Stärkung zwischendurch war willkommen, wenngleich schon das Schälen der Südfrucht für einige Teilnehmer eine Herausforderung war. Dann ging es zur Sache, die Schale so weit wie möglich zu werfen. Viele Varianten wurden ausprobiert, wertvolle Tipps gegeben, und auch Zaungäste wurden von dem Spektakel angezogen. Wie wirft man nun die Schale? Gerollt? Flach? Schleudernd? Hoher Anstellwinkel? Viel oder wenig Anlauf? Die Ergebnisse waren oftmals überraschend, und dann Emil S. – mann, was für ein Wurf! 17,8 Meter flog die Schale, und Google liefert kein vergleichbares Ergebnis, somit beanspruchen wir nun den Weltrekord!!

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Bevor nun die Teams wieder ins Ziel einlaufen konnten mussten noch während der Tour Gegenstände für den Bau von Musikinstrumente gesammelt werden. Einzug erfolgte dann unter der Darbietung von Lieder, begleitet durch Musik gespielt auf den selbst gebauten Instrumenten. Prompt öffnete der Himmel dann auch wieder die Schleusen nachdem die letzten Töne verklungen waren. Irgendwie erinnerte dies an eine Geschichte von einem Barden, welcher von langer Zeit in einem kleinen, uns wohl bekanntem gallischem Dorf lebte…

Markus Oliver Schweda


Rückblick

HIER ein kurzer Jahresrückblick von Jörg Baumgärtel.

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Unser Weg zum C-Trainer-Schein

Wie alles begann: Nobby stellte uns bei der Übungsleiter-Sitzung im Herbst sein Jahreskonzept vor.
„Im Frühjahr beginnt der Judo C-Trainer-Lehrgang. Wer nimmt teil? …Roberto, Flo, Peter, Jörg, Oli....?“
Zunächst sträubte ich mich noch, die beiden Erstgenannten hatten keine Wahl. Schließlich meldeten wir uns alle an, wobei Oli leider außen vor blieb, da er zum Zeitpunkt der Anmeldung nicht da war. Mist, da haben auch wir gepennt. Nun waren wir also ein Quartett.
Im Februar ging es los mit der E-Learning-Plattform. Bei einem Blick auf die Teilnehmer wurde uns Alten schon mulmig: viele junge Judoka, teilweise sogar mit Ligaerfahrung und dann noch diverse Dan-Träger - das konnte ja lustig werden!  Und dann stand im März das erste Trainingswochenende in Ingolstadt an. Was uns dort alles im Keidel-Keller erwarten würde?! Ob da drei Anzüge reichen würden?

Zuerst hat uns Jens Keidel freundlich empfangen, um uns danach beim Judo einzuschätzen.
Also Uchi Mata, Befreiung aus der Beinklammer und Stand-Randoris waren angesagt.
Der Kommentar von Jens: "Der Roberto macht das mit seinen künstlichen Hüften ganz ordentlich!"
Das Fallen auf einem Schwingboden ist auch etwas ganz anderes. Auf unserer Wachendorfer Panzerplatte hätten wir den Kurs nicht ohne Chiropraktiker überlebt. Leider ist in Wachendorf diesbezüglich keine Abhilfe in Sicht - sieht also schlecht aus mit dem Judo Plus 60-Konzept.

Am Wochenende wurden uns auch unseren Lehraufgaben zugelost. Wir hatten es mit Festhalte-, Fall-, Übergang-Stand-Boden- und Würgetechniken ganz brauchbar erwischt.

Fazit des Wochenendes: Was haben wir uns da bloß vorgenommen?!?

Bis zum nächsten Einsatz in Ingolstadt war Theorie mit E-Learning über das Portal und die fachliche und mentale Aufarbeitung des Wochenendes angesagt. Eine Lehrprobe zusammen zu stellen war für uns alle eine Herausforderung, da die Vorgaben nicht klar umrissen waren.

Dann Ende April ging es für fünf Tage am Stück wieder nach Ingolstadt. Um uns die An- und Abreise zu sparen buchte ich eine Unterkunft, die sich leider doch als sehr sanierungsbedürftig herausstellte. Sportlich waren die fünf Tage auch eine Herausforderung. Täglich sechs Stunden Sport waren toll für die „Gewichtsreduktion“. Volles Programm mit faszinierendem Faszientraining, Tabate-Training oder „Wie schaffe ich es nach 4 Minuten platt zu sein?“ und dem „einsamen Ringer“, der am Ende zwar fertig aber alles andere als einsam war. Die 30 Trainer-Anwärter im Alter zwischen 17 und 65 wurden zu einer tollen Gruppe, die sich gegenseitig unterstützte. Bei so vielen Individualisten eine erstaunliche Gruppendynamik.

In den fünf Tagen wurden auch unsere Lehraufgaben besprochen. Wir haben es etwas zu gut gemeint und mussten unsere Programme deutlich kürzen, war etwas zu viel für die 20 Minuten der Lehrprobe.
Jens hat uns Wachendorfern eine gemeinsame gründliche Systematik attestiert. An dieser Stelle ein Danke an alle unsere bisherigen Trainer.
Vor unserem letzten Einsatzwochenende im April in Ingolstadt testeten wir alle unser Programm in unseren Gruppen und erledigten den Feinschliff. Mein Fazit daraus war, authentisch zu bleiben und eher weniger Programm hineinzupacken, sonst kann im Übereifer der Schuss nach hinten losgehen. Dann folgte unser letztes Wochenende bei Jens im Mai - mit unserer Lehrprobe!

Wir haben uns in der ersten Gruppe eingetragen, um es schnell hinter uns zu bringen. Prüfer war Florian Ellmann von BJV und Georg Schels aus Abensberg. Der Einsatz und Aufwand hat sich gelohnt: Unsere Lehrproben liefen allesamt sehr gut, wir Wachendorfer wurden ausdrücklich gelobt und waren stolz wie Bolle! Alle 30 Teilnehmer haben die praktische Prüfung bestanden. Nun stand als letzte Hürde die Kampfrichterschulung am darauf folgenden Wochenende bei Sven Keidel (wo sonst als in Ingolstadt?) an. Mein Auto fährt mittlerweile den Weg von selbst! Auch hier hat sich eine tolle bunte Truppe aus 45 Judoka aus allen Richtungen von Süddeutschland zusammengefunden, darunter natürlich viele Bekannte aus unsere C-Trainer-Ausbildung.

Im Juni dann der letzte Schritt: die theoretische Prüfung. Zeitgemäß wurden die Fragen zu den folgenden Themen im Internet gestellt:

- Trainingsmethodik
- Medizinische Aspekte
- Judobegriffe

- Rechtliches

Nach der letzten Eingabe und entsprechender Aufregung dann die erlösende Nachricht, mit der dieses Kapitel endete:
Unser Quartett bestanden! Der Aufwand hat sich gelohnt!

Abschließend ist noch zu erwähnen, dass die Kosten der Kurse von der Sportförderung getragen werden. Also insgesamt ein rundes Paket. Die Ausbildung war interessant und wird unsere Judoka beim Training beim TSV Wachendorf und uns als Trainer persönlich weiter bringen.

Vielen Dank für diese tolle Chance!

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 Peter Schwarz


Kirchweihumzug Cadolzburg

Seit langem hat sie die Abteilung mal wieder entschlossen, beim Kirchweihumzug in Cadolzburg mitzulaufen. Die schnelle und unbürokratische Organisation klappte hervorragend. Das Abschlußgetränk im Zelt schmeckte auch hervorragend. Der Judoanzug war durchschwitzt, als wie nach dem härtestens Training. Bis in 2 Jahren.

Norbert Röck

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Mittelfränkische Einzelmeisterschaft U12/U15

Am 31.03.19 kämpften wir in Wilhermsdorf bei den mittelfränkischen EM U12/U15. Leider waren wir nur mit 5 Kämpfern vertreten, haben aber dennoch 2 Medaillen geholt!

Lukas Höfler belegte den 3. Platz bei der U15 bis 60 kg und Timo Weimann den 2. Platz in der U15, auch bis 60 kg.

Tolle Leistung von allen. Lukas war das erste Mal bei einem Kampf dabei und hat sich souverän den Herausforderungen gestellt. Timo und Lukas qualifizierten sich damit auf di Nordbayerische EM in Hof. Alle anderen erhielten eine Urkunde. Glückwunsch!

Danke auch an Flo und Noah für die kompetente Unterstützung. Wir sind halt ein Team.

Mein Wunsch für 2020: mehr Unterstützung von den Eltern und somit mehr Teilnehmer mit Begeisterung. Judo ist ein Kampfsport!

Norbert Röck

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„Breitensport mit anfassen“ oder „Wie ich zum Judo kam“

Gerade stehe ich auf der Matte und frage mich warum ich mir nichts leichteres ausgesucht habe um mein Bewegungsdefizit zu kompensieren.

„Mit fast fünfzig Lenzen muss man sich doch nichts mehr beweisen“ denke ich und weil ich nicht aufgepasst habe liege ich plötzlich auf dem Boden und ein anderer Judoka (keineswegs jünger) auf mir drauf.

Es beginnt ein wildes Gerangel bei dem mal der eine, mal der andere die Oberhand gewinnt. Sich immer am Boden wälzend und die Gelegenheit suchend einen Vorteil zu erarbeiten um seinem „Gegner“ zu würgen, das Ellenbogengelenk zu hebeln oder ihn so fest zu halten, dass er keine Chance mehr sieht und aufgibt.

Angefangen hatte es damit, dass ich meinem Sohn mit damals 7 Jahren beim Training zugesehen habe und ihn wohl mit einem etwas wehmütigen Blick in den Augen darum beneidete das er Judo lernen darf was mir in diesem Alter nicht vergönnt war.

Dieser Blick war es vielleicht, der Norbert Röck (Leiter Abteilung Judo) dazu veranlasst hat mich einzuladen an einem Erwachsenentraining teilzunehmen und es einfach mal auszuprobieren.

Als ich an diesem Abend vor nun inzwischen 4 Jahren die Umkleidekabine betrete habe ich ein mulmiges Gefühl. Fast 20 Judoka stehen da über alle Schüler- und Meistergrade hinweg und begrüßen mich offen und freundlich. Bei diesem, meinem ersten Training habe ich sofort unzählige Paten die sich aufopfernd um mich kümmern und mit ihrem Können jeden meiner Fehler kompensieren und mir helfen. Niemand macht sich darüber lustig das ich kaum einen Purzelbaum zustande bringe und bereits nach 10 Minuten am keuchen bin wie eine alte Dampflock.

Im Laufe des Abends erfahre ich zum Beispiel das sehr viele der Anwesenden über ihre Kinder zum Judo gekommen sind (ähnlich wie ich). Der Muskelkater in der folgenden Woche war mörderisch aber bei jedem mal, wenn mich der Schmerz durchfuhr musste ich daran denken wieviel Spaß ich dabei hatte mich auf dem Boden zu wälzen und von anderen auf die Matte werfen zu lassen. Vor allem dachte ich daran wie Stolz ich war als ich an diesem Abend selbst einen anderen Judoka ausheben und werfen konnte und das nahezu mühelos.

Mein Übungspartner und ich stehen auf nachdem die Übung beendet ist. Schnaufend und verschwitzt stehen wir da und freuen uns das alles gut geklappt hat. Nach dem Training findet sich bestimmt noch Zeit bei einer Hopfenblüten-Kaltschale darüber zu philosophieren wie die Technik noch effektiver angewendet werden kann oder was man noch verbessern könnte. Gemeinsam mit unserem „jüngsten“ Neuzugang (65) beschließen wir den Abend und freuen uns bereits auf den nächsten gemeinsamen Abend.

Jörg Baumgärtel

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Berauschte Fahrer, tobende Eltern und giftige Fässer

Ein Highlight im Judojahr des TSV Wachendorf ist immer die After-Christmas-Party mit Übernachtung. 2019 feierten 75 Partygäste. So viele waren wir noch nie!

Neu: die Kinder durften ihre Eltern mit auf die Matte nehmen und eine Überraschung stand auf der Agenda.

Markus Schweda inszenierte ein treffliches Eltern-Kind-Training bei großem Andrang. Nach der kurzen Jugendversammlung mit Jonas Röck, stand ein 90 minütiges Training für alle Judoka auf dem Plan. Hier übernahm Florian Burger den ersten Teil "Aufwärmen und Fallen", im zweiten Teil, geleitet von Jonas, ging es um den Punkt "Partnerverhalten und Vertrauen". Den letzten Teil übernahm unser erfahrenster Haudegen Jürgen Müller mit dem Thema "Randori".

Nach einem stärkendem Abendessen, hier gleich mein Dank an die Familie Kunze, ging die Party richtig los:

- Als Überraschung ein Bobbycar-Rennen mit Rauschbrillen und "Fahrlehrer" Richard

- Kegeln mit Julian, Noah und Jonas,

- Brennball mit Viet und die Brett-, bzw. Kartenspiele mit Norbert,

- Coole Cocktails serviert von Melli, Gregor und Florian,

- Livemusik mit der Gitarren-"Band" Theo, Roberto und die Crazy-Singers,

- Kickerturnier mit Jürgen und Film mit Richard

Am späten Abend (eigentlich zum Einschlafen gedacht) lauschten wir den Hörspielen über giftige Fässer und Hexenhandys. Am nächsten Morgen genossen wir das Frühstücksbuffet, bevor es an das Aufräumen ging, was aber Ratz Fatz erledigt war.

P.S.: einen neuen Meister hat der Verein jetzt auch noch - einen "Tortenmeister" namens Gregor!

Danke an alle.

Norbert Röck

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Wohin wollen wir uns entwickeln?

Eigentlich können wir uns nicht beklagen. Wir sind eine Judo-Abteilung mit 165 Mitgliedern und bieten an fünf Wochentagen Trainingsmöglichkeiten an. Wir haben in unseren Reihen Trainer bis zum 6. Dan und eine große Anzahl von engagierten Hilfsübungsleitern. Unsere Abteilung feiert in 2019 ihr 40-jähriges Bestehen und kann über das Jahr hinweg eine Vielzahl von gemeinsam unternommenen Akivitäten vorweisen. Eigentlich alles gut, sollte man doch meinen.

Doch wer so denkt könnte schnell einmal falsch liegen. Ist denn das was wir uns als Trainer ausdenken und im Team veranstalten auch wirklich das was die Judokas von heute wünschen? Klar, sonst würden sie ja nicht mehr ins Training kommen. Doch wenn nicht, dann bleiben sie weg, und wer weg ist ist weg. Darum sollte von Zeit zu Zeit ein kritischer Blick auf den Trainingsbetrieb gerichtet werden um rechtzeitig veränderte Bedürfnisse und Wünsche zu identifizieren, und das Training entsprechend anzupassen. Wir taten dies im Herbst anhand einer anonymen Umfrage. Einige wichtige Erkenntnisse seien hier nun kurz vorgestellt:

Von den 165 aktiven Mitgliedern der Abteilung nahmen 38% an der Umfrage teil. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer liegt bei 16,4 Jahren, tatsächlich haben wir jedoch eher eine Mehrzahl der Judokas in der Altersklasse U15 und darunter. Interessant war  die Selbstbewertung der Judokas, also Typ und Ziele.

Judo Typ Judo Ziele

Hier bestätigten sich die gemachten Beobachtungen, nicht nur bei uns im Verein, sondern auch die des Verbandes, dass für die Judokas heute der Wettkampf kein vorrangiges Ziel mehr ist (ein Widerspruch ansich, denn Judo ist ein Kampfsport). Für die Mehrzahl steht der Erwerb von Techniken mit dem Ziel den nächsten Gürtel zu erwerben neben Spaß an der Bewegung und dem Breitensport (Erwachsene) im Vordergrund. Dies zeigt sich auch im aktuellen Stand der Kyu-Grade in der Abteilung.

Judo Kyu

Weitere wichtige Erkenntnis: Unsere Trainer ansich werden sehr gut bewertet (Pünktlichkeit, Erklären, Fürsorge), jedoch wird mehr Abwechslung im Training erwünscht. Wir werden diesen Punkt entsprechend auf- und einarbeiten, ebenso wie die anderen hier nicht genannten Kommentare und Anregungen.

Abschließend seien noch erwähnt dass das inzwischen seit 18 Jahren stattfindende Zeltwochenende am Monte Kaolino nahezu 100% Zustimmung erhalten hat und weiterhin stattfinden soll. Dennoch sind die Mitglieder auch offen für andere gemeinsame Freizeitaktivitäten wie z.B. Wandern, Pilze suchen oder Schlittschuhlaufen und Schlittenfahren im Winter.

Die Arbeit für die Umfrage hat sich somit gelohnt und wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für ihr Feedback und Vorschläge. Wir werden versuchen davon so viel als möglich im nächsten Jahr umzusetzen bzw. zu berücksichtigen!

Markus Oliver Schweda


Bewegt Älter werden mit Judo

Das Konzept „Bewegt Älter werden mit Judo“ zielt vor allem auf die nicht mehr ganz so jungen Judoka ab. Ebenso auf Wiedereinsteiger und Spätberufene.

„Denn das intensive Judo Training ist in der Regel für sportlich untrainierte Menschen zu anstrengend und daher nicht attraktiv, um im Alter bei diesem Sport zu bleiben oder mit dieser Sportart zu beginnen. Viele erfahrene Judoka müssen im Alter mit dieser Sportart aufhören, da Judo als gelenkbelastender Sport gilt. Um Judo auch attraktiver für ÄLTERE zu gestalten, ist es notwendig, altersgemäßes Training für diese Zielgruppe anzubieten.“

Soviel zur Theorie....

Wie so ein Training in der Praxis aussieht wurde durch Florian Burger eindrucksvoll vorgeführt.

Ein Zirkeltraining bei dem die Steigerung der Kondition und Koordinationsfähigkeit ebenso wenig zu kurz kam wie das grundlegende Judo-Prinzip „Siegen durch Nachgeben“. Das ganze verbunden mit diversen Judo-Techniken im Stand und Boden forderte alle Junggebliebenen unserer Breitensportgruppe und der Spaß kam auch nicht zu kurz.

Da kommt es dann auch schon mal vor, dass sich der eine oder anderer an so einem Abend auch mal hängen lässt oder auf den Arm genommen wird.

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Jörg Baumgärtel


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Zwei gute Freunde ...

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... hier geht's zur Sache!

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Die Montagsgruppe beim Üben von Übergängen von Stand zu Boden

Trainingsschluß........

 

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